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22.09.2003 06:17

Protokoll VG 22.09.03


Anwesend: Matthias, Mirjam, Fabian, Samirah, Martin, Dorothea, Peter, Boris, Philipp, Lena (Protokoll), entschuldigt: Pedram und Carl

 

TOP1: Ärger in TUBattac

Matthias berichtet von den Problemen in der Attac-Gruppe an der TU (Namensstreit, wenig Dynamik). Um diese Situation zu verändern, schlägt Matthias vor, zu Beginn des Semesters eine Einführungsveranstaltung zu machen, bei der um neue Mitglieder für die Hochschulgruppe geworben werden soll. Das EEF wäre ein mögliches Thema. Matthias wünscht sich dafür die Unterstützung der HU- und der FU-Gruppe (Bitte hiermit weitergeleitet, da aus beiden Gruppen leider niemand da war)

TOP2: Finanzen

• Nach Prüfung der Kassenlage kann der PG Globale03 die beantragten 85 € zugesagt werden.
• Mit Zustimmung der VG übernimmt Sebastian die komplette Bürostelle von Boris.
• Bei Stiftung Umverteilen wird ein neuer Antrag für die Veranstaltungen im Herbst gestellt (ESF, Palästina, Asienkrise)
• Antrag der PG 2010: Boris nimmt Rücksprache mit Nico
• Honorarforderung eines freien Journalisten wg Artikel auf www.demo1502.de: der Artikel wurde runtergenommen, Martin schreibt einen Entschuldigungsbrief
• Für 20 € im Monat haben wir einen Schlüssel für die Räume 3.OG Mehringhof. Dorothea erklärt sich bereit, den Schlüssel vorerst zu verwalten. Allerdings müssen die NutzerInnen auf die Sauberhaltung der Räume achten (sonst gibst das was auf die Nase ;-))
• Das ausstehende Geld der AG gegen den Krieg für Material wird diese Woche vorbeigebracht

TOP 3: Urania

Wegen der kommerziellen Ausrichtung der Veranstaltungen in der Urania hatten wir uns darauf geeinigt, statt Kooperation lieber nur Beratung anzubieten.
Für das Thema Gesundheit schlagen wir ein Diskussion zwischen Ulla Schmidt und Tobias Michel oder Astrid Kraus vor. Zum Thema Agenda 2010 käme auch Christoph (?) Butterwegge in Frage.
Die PG Urania besteht aus Fabian, Philipp und Martin.

TOP 4: Anfragen

• Ev. Kirchengemeinde Marzahn-Nord: Samirah
• Kein Stand beim Taz-Fest am 27.9. (außer jemand will)
• Anfrage von Attac Würzburg geht an die PG 2010.

 

TOP 5: Bericht von der Gegenstimmenveranstaltung am 18.9.

Die Veranstaltung war mit 200 Leuten normal besucht (mal sehen, ob im Winter wieder mehr kommen). Besonders interessant waren die Ausführungen von Michael Windfuhr, FIAN zu den Auswirkungen der WTO-Agrarpolitik auf die Kleinbauern und die Forderung von Via Campesina, den Agrarbereich aus der Zuständigkeit der WTO herauszunehmen. Auch von dieser Veranstaltung wird eine CD produziert.

Peter regte an, die Aufzeichnungen für einen regelmäßigen Auftritt im Offenen Kanal zu nutzen. Derzeit fehlt es aber an Kapazität für die Redaktion. Die VG nimmt sich vor, die Medienarbeit nach dem Ratschlag zum Thema zu machen und die AG Medien und Kulturattac zu einer VG-Sitzung einzuladen.

Die nächsten Gegenstimmen-Veranstaltungen beschäftigen sich mit den Themen
November: Migration
Dezember: globale Medien
Januar: Zapatisten
März: Halloway

Da Fabian die Orga-Arbeit für die Gegenstimmen abgeben wird, wird derzeit ein Nachfolger/eine Nachfolgerin gesucht, die in den nächsten Monaten von Fabian eingearbeitet wird. (s. mail von Fabian auf der Info-Liste)

TOP 6: nächste VG am 8.10.

• prophylaktische Delegiertenwahl
• neue Angebote für neue Attacies
• Webredaktion
Martin schreibt die Einladung an die Info-Liste

TOP 7: Fahrt zum Ratschlag

Wenn wir eine gemeinsame Anreise mit dem Zug organisieren wollen (ab 6 Personen zu 57,?? €), müssen wir bis zum 1.10. die Tickets besorgen. Carl wird gebeten, das Interesse auf der Info-Liste abzufragen. Es scheint empfehlenswert, drei verschiedene Fahrtzeiten anzubieten
Für eine pünktliche Ankunft vor 18.00 Uhr: Abfahrt 11.40
Eine leicht verspätete Ankunft: Abfahrt 12.40 oder 13.40 (dann verpasst man aber Altvaters Vortrag)
Für die arbeitende Bevölkerung: Abfahrt 17.26
Zurück könnten wir nach dem Ende des Ratschlags alle zusammen fahren.

Dorothea wird der Ratschlags-Vorbereitung vorschlagen, den Video zu Katharinas Plakataktion und Cosimas Attac-Filme in Aachen als Videostation zu zeigen.

TOP 8: Vorbereitung der Attac-Gruppen-Sitzung am 21.10.

1. Schwerpunkt ESF: Martin kontaktiert die zuständige PG ESF (Orga,Mod)
die VG schlägt vor, Dieter Hartmann von der Initiative für ein Berliner Sozialforum dazuzuholen. Lena würde es begrüßen, noch eine/n weitere/n „zugkräftige/n“ ReferentIn zu diesem Thema einzuladen (war aber nicht Konsens).
Vielleicht können wir die Veranstaltung am 13.10. aufzeichnen und Ausschnitte zeigen (Lena und Dorothea)
2. a) Einführung für die Neuen
b) Ratschlagsauswertung
Auswertung Aktionstag 20.10
Vorbereitung 1.11.

TOP 9: elektronischer Rundbrief

Jan S. „verschollen“

TOP 10: Kontakt zu Attac Polen

Philipp versucht mit Leuten von Attac Polen, die in Berlin sind und sich gerne mit uns treffen würden, einen Termin auszumachen. Interesse haben Lena und Fabian.

TOP 11: Altvater-Laudatio

Philipp fragt die FU-Gruppe nach dem Stand der Dinge

TOP 12: Auftakt für Überlegungen zu neuen Angeboten für neue Attacies

In Attac Berlin haben wir eine gewisse Stagnation und ein „Absterben“ von AGs. Wie können wir für Neue attraktive Anknüpfungspunkte schaffen:
- Sollen wir neue Gruppen bilden, damit Neue leichter andocken können?
- Gruppen brauchen ein Ziel und sie brauchen einen „Motor“, haben wir dafür Kapazitäten?
- Ist das Absterben von Gruppen nicht eine Chance für eine Konzentration auf Kernthemen?
- Konkrete Projekte sind häufig attraktiver als Theoriearbeit.
PGs wirken stärker nach außen.
- Wir sollten „unsere“ Themen neu anbieten – Idee vom rollierenden Jour Fixe wieder aufgegriffen – wenn wir ein Cafe haben
– Tobintax und die Finanzmärkte
– IWF/Weltbank/Verschuldung/Strukturanpassung
– WTO/GATS/TRIPS
– Soziale Sicherung/Agenda 2010/soziale Zukunft jetzt
– Ökologie
– Arbeit
– Privatisierung/CBL/Bankenskandal/Kommune konkret
Nach diesem Modell kämen auf jeden Referenten lediglich 2 Termine im Jahr(!) zu, bei einem festen Raum würde sich auch dieser Orga-Aufwand minimieren. Flugblätter bräuchten nur einmal layoutet und dann nur überarbeitet zu werden.

Wird fortgesetzt ....


TOP 13: Antisemitismus-Vorwurf gegen Attac

Anlass war das Interview von Astrid Kraus in der Jungle World. Peter wirft Astrid vor, die von anderen eingeforderte Sensibilität bei diesem Thema ihrerseits nicht eingehalten zu haben. In der spätabendlichen Diskussion wurden u.a. folgende Meinungen geäußert:

- der KoKreis kann keine Stellung beziehen, da Attac als ganzes zu dem Thema keine Stellung hat
- das Papier von Attac-F ist nicht konsensfähig und im deutschen Kontext unbrauchbar
- das Papier von Attac-F bietet eine gute Diskussionsgrundlage
- wir müssen zu diesem Thema eine Position finden, wir können uns nicht wegducken
- wir können uns nicht auf die eine oder andere Seite schlagen
- wir müssen nicht zu allem eine Position haben
- Astrids Interview erschwert die Bewegung aufeinander zu innerhalb von Attac
- Astrid hat ihre Position als persönliche Meinung gekennzeichnet, die AG Globalisierung und Krieg (und Marie-Dominique) dagegen ignoriert die Existenz anderer Positionen
- Jede Kritik an Israel wird mit der Antisemitismus-Keule mundtot gemacht
- Stuktur- und inhaltliche Debatte auseinanderhalten:
strukturell: wie gehen wir mit Dissens um, wie machen wir Pluralität sichtbar?
- inhaltlich: zwei Wahrheiten, beide sind Opfer vs. es gibt eine Asymetrie, die einen sind mehr Opfer
- Attac bzw. der KoKreis muss den Antisemitismus-Vorwurf zurückweisen, muss die Abgrenzung deutlich machen
- Was gewinnen wir durch eine solche Stellungnahme, wen überzeugen wir damit?
- Wir haben zwei Probleme:
intern mit der fehlenden Sensibilität gegenüber Anschlussfähigkeiten nach rechts
extern mit den Vorwürfen der Antideutschen
- Die Debatte droht Attac zu lähmen
- Wir sollten das Diskussionspapier aus dem KoKreis zur Grundlage für den Jour Fixe machen

Auch diese Diskussion wir mit Sicherheit fortgesetzt


So, ich find‘ wir waren ziemlich fleißig!
Lena Bröckl 23.09.03