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Arbeitsmarktreform

Mit immer neuen Schlagwörtern wird bundesdeutsche Arbeitsmarktpolitik betrieben. Von den 'Hartz-Reformen' unter der rot-grünen Koalition bis hin zur 'Instrumentenreform' der gegenwärtigen Regierung reichen die rhetorisch verbrämten Einsparmaßnahmen, während die 'Liberalisierung' des Arbeitsmarktes immer neue Kategorien geringfügiger Beschäftigung mit sozialen Risiken, wie z.B. den 'Minijob', hervorbringt. Im herrschenden politischen Diskurs, der vom Kosten-Nutzen-Denken geprägt ist, werden die Opfer dieser Politik – vor allem Langzeitarbeitslose ebenso wie Obdachlose und andere ökonomisch Schwache – abgewertet, während die unter neoliberalen Bedingungen Erfolgreichen – marktgerecht Qualifizierte und sogenannte 'Leistungsträger' – aufgewertet werden. Beste Ein- bzw. Aufstiegschancen im Arbeitsleben hat angeblich, wer 'unternehmerisch' zu denken und handeln vermag (vgl. Ökonomische Bildung). Besondere Aufmerksamkeit gilt den Fach- und Führungskräften, die sich durch  'Selbstoptimierung' auf den Wandel im Charakter der Arbeit einzustellen haben.

(SM+OZ 26.11.2012)

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